Kategorie - Hundewissen von A–Z

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Deprivation
Deprivation bedeutet, dass einem Hund in wichtigen Entwicklungsphasen bestimmte Erfahrungen, Reize oder soziale Kontakte ganz oder weitgehend gefehlt haben. Das kann seine spätere Verarbeitung unbekannter Situationen beeinflussen. Es bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Hund dauerhaft „geschädigt“, grundsätzlich ängstlich oder nicht mehr lernfähig ist. Entwicklung bleibt individuell und hängt von vielen Faktoren ab.
Reizschwelle
Die Reizschwelle eines Hundes ist keine feste Linie. Sie verändert sich mit Tagesform, Stress, Schmerzen, Umgebung und Erfahrungen.
Übersprungshandlung
Das Wichtigste in Kürze Eine Übersprungshandlung ist ein Verhalten, das in einer Konflikt- oder Belastungssituation auftreten kann, wenn gleichzeitig unterschiedliche Handlungstendenzen bestehen oder eine passende Reaktion nicht unmittelbar möglich ist. Der Hund zeigt dann möglicherweise ein Verhalten, das auf den ersten Blick nicht recht zur Situation passt. Einzelne Verhaltensweisen wie Gähnen, Kratzen oder Schnüffeln sind […]
Erwartungssicherheit
Das Wichtigste in Kürze Erwartungssicherheit bedeutet, dass ein Hund wiederkehrende Situationen ausreichend verstehen und vorhersehen kann. Verlässliche Abläufe, klare Übergänge und nachvollziehbare Reaktionen seiner Menschen können ihm Sicherheit geben. Das heißt nicht, dass jeder Tag minutengenau gleich verlaufen muss. Hilfreich ist vor allem, dass Veränderungen nicht ständig überraschend, widersprüchlich oder unverständlich sind. Warum Vorhersehbarkeit helfen […]
Habituation
Habituation bedeutet Gewöhnung. Ein Hund reagiert auf einen wiederholt auftretenden, für ihn folgenlosen Reiz mit der Zeit weniger stark. Wie Gewöhnung entsteht Damit Habituation möglich ist, muss der Reiz so dosiert sein, dass der Hund ihn wahrnehmen und verarbeiten kann. Ein gleichbleibendes Alltagsgeräusch kann dadurch nach und nach an Bedeutung verlieren. Was Habituation nicht ist […]
Sensibilisierung
Sensibilisierung beschreibt eine zunehmende Empfindlichkeit gegenüber einem Reiz. Die Reaktion wird mit wiederholten Erfahrungen nicht schwächer, sondern stärker oder schneller ausgelöst. Wie Sensibilisierung erkennbar wird Ein Hund reagiert vielleicht zunächst nur auf einen sehr nahen Auslöser. Später reichen größere Entfernung, leisere Geräusche oder ähnliche Situationen. Auch die Erholungszeit kann länger werden. Bedeutung für den Alltag […]
Trigger
Als Trigger wird ein Auslöser bezeichnet, der bei einem Hund eine erkennbare Reaktion in Gang setzt. Das kann ein Geräusch, ein Mensch, ein anderer Hund, eine Bewegung, ein Ort oder auch ein Geruch sein. Trigger sind individuell Derselbe Reiz kann für einen Hund bedeutungslos und für einen anderen stark belastend sein. Auch Tagesform, Entfernung, Gesundheitszustand […]
Generalisierung
Generalisierung bedeutet, dass ein Hund eine Erfahrung oder ein gelerntes Verhalten auf ähnliche Situationen überträgt. Übertragung ist nicht selbstverständlich Was im Wohnzimmer gelingt, kann draußen, an einem anderen Ort oder mit einer anderen Person noch nicht verfügbar sein. Hunde lernen stark im Zusammenhang mit der jeweiligen Umgebung. Hilfreiche und belastende Generalisierung Ein Sicherheitssignal kann nach […]
Reizüberflutung
Reizüberflutung bezeichnet eine Situation, in der mehr oder stärkere Reize auf einen Hund einwirken, als er in diesem Moment angemessen verarbeiten kann. Mögliche Anzeichen Der Hund kann hektisch, unruhig, kaum ansprechbar oder auffallend still werden. Auch starkes Ziehen, Bellen, Erstarren oder Rückzug sind möglich. Das Erscheinungsbild allein sagt jedoch noch nicht, welcher Reiz entscheidend war. […]
Bewältigungsstrategie
Eine Bewältigungsstrategie ist ein Verhalten, mit dem ein Hund versucht, mit Belastung, Unsicherheit oder einem inneren Konflikt umzugehen. Strategien haben eine Funktion Ein Hund kann Abstand suchen, sich verstecken, stark kontrollieren, einfrieren, hektisch werden oder durch Bewegung Spannung abbauen. Das Verhalten muss nicht angenehm oder langfristig hilfreich sein, erfüllt aber in diesem Moment einen Zweck. […]
Distanzvergrößerndes Verhalten
Distanzvergrößerndes Verhalten umfasst Signale und Handlungen, mit denen ein Hund mehr Abstand zu einem Auslöser herstellen möchte. Von fein bis deutlich Dazu können Abwenden, Ausweichen, Rückzug, Erstarren, Knurren, Bellen oder Nach-vorn-Gehen gehören. Welche Strategie ein Hund nutzt, hängt von Lernerfahrungen, Möglichkeiten und der aktuellen Belastung ab. Die Funktion verstehen Das Verhalten wird leicht nur als […]
Individualdistanz
Individualdistanz ist der Abstand, den ein Hund in einer bestimmten Situation zu einem Menschen, Tier oder Reiz benötigt, um sich noch ausreichend sicher zu fühlen. Keine feste Meterzahl Die notwendige Distanz verändert sich. Ein Hund kann draußen mehr Abstand brauchen als an einem vertrauten Ort. Schmerzen, Müdigkeit, Enge oder vorangegangener Stress können die Distanz vergrößern. […]
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