Distanzvergrößerndes Verhalten
Distanzvergrößerndes Verhalten umfasst Signale und Handlungen, mit denen ein Hund mehr Abstand zu einem Auslöser herstellen möchte.
Von fein bis deutlich
Dazu können Abwenden, Ausweichen, Rückzug, Erstarren, Knurren, Bellen oder Nach-vorn-Gehen gehören. Welche Strategie ein Hund nutzt, hängt von Lernerfahrungen, Möglichkeiten und der aktuellen Belastung ab.
Die Funktion verstehen
Das Verhalten wird leicht nur als Ungehorsam oder Aggression bewertet. Seine Funktion ist jedoch häufig, eine als bedrohlich oder unangenehm empfundene Nähe zu beenden.
Wer frühe Signale erkennt und Distanz ermöglicht, kann Eskalation verhindern. Die Einordnung ersetzt keine individuelle fachliche Beurteilung, hilft aber dabei, das Verhalten nicht losgelöst von Situation und Abstand zu betrachten.
Zum Abstand als individuelle Grenze passt außerdem der WissensArchiv-Artikel „Individualdistanz“.